Das Internet ist schon lange zu einer der ersten Anlaufstellen für Menschen geworden, die sich über anstehende Einkäufe und geplante Investitionen vorab erkundigen und ein ungefähres Bild verschaffen möchten. Wer nicht die Katze im Sack kaufen mag, andererseits aber auch nicht in langen Schlangen vor diversen Kassen warten möchte, kommt kaum umhin, sich im Internet umzusehen. Was für elektronische Geräte, Kleidung und viele andere Artikel schon lange üblich ist, findet in jüngerer Zeit auch in einem komplett anderen Sektor Verbreitung. Im Vormarsch ist nämlich, sich auch im Vorfeld der Anschaffung eines Tattoo bereits frühzeitig über in Frage kommende Bilder und Motive zu informieren. Aus diesem Grund soll in den folgenden Zeilen dargelegt werden, worauf Sie in Ihrem eigenen Interesse achten sollten, wenn Sie Tattoovorlagen aus dem Netz nutzen wollen.
1. Sehen Sie genau hin: Die Bildqualität
Wenn Sie mit Hilfe der Suchmaschinen fündig geworden sind und Ihnen hunderte von Bildern mit Tätowierungen präsentiert worden sind, müssen Sie im wahrsten Sinne des Wortes die Augen offen halten. Manches Bild werden Sie nur in sehr kleiner und kompakter Darstellung finden, weil es nur in dieser Größe ins Internet hochgeladen worden ist. Falls Sie vorhaben, ein solches Bild als Tattoo-Vorlage zu benutzen, können sich namentlich zwei Hindernisse stellen. Zum einen ist es gut denkbar, dass auf dem Bild nicht alle Details erkannt werden können, die für das Tattoo relevant sind und es auszeichnen. Sie entscheiden sich also womöglich für ein Bild, das Ihren Vorstellungen nicht wirklich entspricht. Wenn der Tätowierer das Motiv also trotz der geringen Größe erkennt und mit Ihnen keine hinreichende Rücksprache hält, graviert er Ihnen eine Zeichnung auf den Rücken, die Ihnen mitnichten Freude machen wird. Zum anderen – und dies dürfte noch ein vergleichsweise moderates Problem darstellen – kann es schlicht sein, dass der Tätowierer die Tattoovorlage aus dem Internet gar nicht erkennt.
2. Die Vorlage zwischen Ideal und Können
Bitte verlieren Sie auch nicht gänzlich aus den Augen, dass ein grandios aussehendes Bild aus dem Internet den Tätowierer um die Ecke womöglich überfordert. Zu bedenken ist in diesem Kontext auch, dass manche Darstellung aus dem Netz im Nachhinein mit einem Computerprogramm bearbeitet worden ist. Eventuell haben Sie also eine Tattoo-Vorlage vor sich, die schlechterdings gar nicht umsetzbar ist oder allenfalls von ganz wenigen Experten realisiert werden kann. Hier ist ein klärendes, offenes, auf Vertrauen basierendes Gespräch zwischen Kunde und Tätowierer unabdingbare Voraussetzung für ein Ergebnis, das am Ende alle Beteiligten dauerhaft glücklich und zufrieden stimmt.
3. Offen bleiben: Die Vorlage als Inspiration
Unabhängig davon, ob ein bestimmtes Tattoo im Internet auf einem Körper hervorragend aussah, sollte es nicht zu einem Diktat ausarten. Wer sich stur auf eine Tätowierung fixiert, die mit der Vorlage aus dem Internet exakt deckungsgleich ist, beschneidet sich erheblich in den gestalterischen Möglichkeiten. So kann es sein, dass der Tätowierer mit gutem Recht den Ratschlag erteilt, bspw. noch eine kleine Verzierung in das Motiv einzubauen und insofern über die Vorlage hinauszugehen.